WHO: Global priority list of antibiotic-resistant bacteria to guide research

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Februar 2017 erstmals eine weltweit gültige Liste von zwölf Bakterienfamilien veröffentlicht, um aufzuzeigen, welche Prioritäten bei Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika gesetzt werden sollten.

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Medication list with high risk of shortages

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte BfArM hat eine Liste der Arzneimittel herausgegeben, die für die Versorgung wichtig sind und bei denen es zu Lieferengpässen kommen könnte, weil sie nur von einem Hersteller weltweit produziert werden. Die Aktualität dieser Liste wird vom BfArM periodisch überprüft.

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Pharmaceuticals from India

Die Globalisierung hat z.B. die Antibiotikaproduktion aus Europa nach Indien verlagert. Nun beklagt man, dass Indien die Umweltstandards bei der Herstellung nicht einhält. Schlimm genug. Aber gravierender ist, dass im Fall eines globalen Konflikts Europa von der Antibiotikaversorgung abgeschnitten ist, z.B. bei Störung der Transportwege. Die Folgen mag man sich gar nicht ausdenken.

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Medication out of stock – Lieferengpässe

Lieferengpässe bei Arzneimitteln erhöhen auch die Behandlungskosten. Regelmäßige Informationen für Deutschland, Österreich und der Schweiz findet man auf diesen Seiten.

Wenn nur noch ein Hersteller global ein wichtiges Arzneimittel herstellt, kann das zu ernsten Versorgungsproblemen führen. Basis-Arzneimittel müssen wieder in lokalen Märkten produziert werden. Auch wenn das mit höheren Kosten verbunden ist. Das ist die Lösung.

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EuGH-Urteil zur Preisbindung: Boni und Rabatte.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) erlaubt ausländischen Versandapotheken die Gewährung von Boni auf verschreibungspflichtige Arzneimittel. Die Resonanz in der Presse ist überaus positiv. Die Frage ist, wer profitiert eigentlich von diesem Urteil am meisten? Etwa die ausländischen Versandapotheken durch die enormen Preisdifferenzen bei den Arzneimitteln in der EU?

Zu fragen ist, zu welchem Preis verrechnen die ausländischen Versandapotheker die Arzneimittel mit den deutschen Krankenkassen? Zum deutschen Festpreis? Das wäre ein gutes Geschäft, denn in den Niederlanden beträgt die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel gerade 6% ,in Deutschland 19%. Die Preise für patentgeschützte Arzneimittel liegen in den Niederlanden im Mittel um 10% unter dem Preisniveau in Deutschland. Wer hat Anspruch auf diesen Preisvorteil? Diese Frage wird in der deutschen Presse bislang nicht abgehandelt.

Gut ist, dass die Preisbindung hinterfragt wird. Schlecht ist, dass nicht klar ist, wer davon profitiert. Das sollten nur die Krankenkassen sein. Dorthin gehören die Boni und Rabatte!

 

 

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Deutschland: Kassen wollen noch mehr Rabatt

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 12.04.2016 sollen die Pharmahersteller bei neuen Arzneimitteln einen Preisnachlass gewähren. Gegenwärtig kann der Hersteller den Preis bei Markteinführung im ersten Jahr selbst festlegen. Erst dann werden mit den Kassen die Preise ausgehandelt. Erfolgreiche Medikamente können so im ersten Jahr für die Kasse enorm teuer werden. Das möchte der Gesetzgeber ändern. Ab einem bestimmten Schwellenwert soll der vom Hersteller festgelegte Preis nicht mehr gelten.
Im Gegenzug möchten die Pharmahersteller, dass die ausgehandelten Preisreduktionen vertraulich sein sollen. Der Grund, Deutschland ist für andere 20 Länder Referenzland im Pharmapreis. Denn dann müsste man die reduzierten Preise auch den anderen Ländern anbieten. Dieses Argument greift aber nicht, weil mittlerweile in allen Ländern den Kassen vertrauliche Rabatte gewährt werden. Alle offenen Listenpreise sind daher nur „Schein“. Auch Deutschland zieht nun bei den Preisen die Zügel stärker an.

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USA: Pharma erhöht die Preise für Arzneimittel erheblich.

Nach einer Meldung von Reuters vom 05.04.2016 erhöhen die meisten US-Pharma-Firmen auch die Preise für weithin gebräuchliche Arzneimittel. Es begann mit dem Toxoplasmose-Mittel Daraprim der Firma Turing Pharma. Der Preis stieg von heute auf morgen um 5000%. Nun ziehen die großen Hersteller nach: AbbVie hebt den Preis von Humira um mehr als 126% an, Amgen Embrel (beides Mittel gegen Arthritis) um 118% und Teva Copaxone bei Multipler Sklerose auch um 118%. Pharma Firmen argumentieren, dass sie damit die Forschung für die Produkte zahlen, die schließlich nicht erfolgreich waren und dass durch ihre Mittel teure Krankenhausaufenthalte verhindert werden.
Weiter argumentieren die Firmen, dass sie in nicht unerheblichem Maße den Versicherungen Rabatte gewähren. So würde das Arthritis Medikament Remicade der Firma Johnson & Johnson nicht um 63% teurer, wie Reuters errechnet, sondern nach Auskunft der Firma nur um 5,4%.
Pharmapreise werden immer undurchsichtiger. Der Patient ist dem Preistreiben völlig ausgeliefert. Die Pharmapreise sind im US-Wahlkampf zu einem Top-Thema geworden. Und in Deutschland? Die gesetzlichen Kassen bekommen ebenfalls Rabatte (teils vertraulich). Die Privatkassen zahlen die verlangten Preise und erhöhen die Beiträge jährlich erheblich. Wie lange soll das noch gut gehen?

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